Rückblick - Was war das Ziel der Kampagne und was ist daraus geworden?
Mit der Botschaft „Gesundheitsversorgung 2009: Mehr bezahlen, weniger bekommen“ hat die Kampagne „Gesundheitsfonds – So nicht!“ im vergangenen Jahr vor den Folgen von Gesundheitsfonds und Honorarreform gewarnt. Ziel der Kampagne war es, die Einführung des Gesundheitsfonds und der Honorarreform in der geplanten Form zu verhindern.
350.000 Protestunterschriften zum Trotz wurden die beiden Kernelemente der Gesundheitsreform zum 1. Januar 2009 umgesetzt. Eine erste Bilanz zeigt, dass die Folgen immer mehr in Erscheindung treten. Die Reform geht zu Lasten der flächendeckenden qualitativ hochwertigen spezialisierten fachärztlichen Versorgung in Bayern und Baden-Württemberg. Obwohl insgesamt sogar mehr Geld für die ambulante Versorgung zur Verfügung steht, verzeichnen vor allem einige hochspezialisierte Fachärzte (insbesondere die, die ambulant bzw. stationär operieren) einen empfindlichen Honorarrückgang. Darunter leidet wiederum die Patientenversorgung, denn den betroffenen spezialisierten Fachärzten fehlen beispielsweise die finanziellen Mittel für wichtige Investitionen in teure medizinsiche Geräte.
Ausblick - Wie geht es jetzt weiter?

Bei der Bundestagswahl am 27. September 2009 werden die Weichen neu gestellt. Der Ausgang der Wahl entscheidet, wie es im Gesundheitswesen weiter gehen wird. Das bedeutet: Die Zukunft der wohnortnahen spezialisierten fachärztlichen Versorgung haben die Wähler letztendlich selbst in der Hand. Mithilfe eines
Flugblattes können bayerische Fachärzte ihren Patienten Hinweise geben, die sie bei ihrer Wahlentscheidung berücksichtigen sollten.